22.02.2006

Johnny Ritchek in: "Kosmische Strahlung Teil B"


Die Erde befand sich an diesem Tag in einem unheimlichen Feld von kosmischer Strahlung. Deshalb wirkte der Sonnenschein heftiger als sonst auf die Atmosphäre und damit auf die Menschen ein. Johnny Ritchek, der Welt größter Forscher von kosmischer Strahlung stellte schon seit Tagen viele Theorien auf. "Alle anderen Forscher von kosmischer Strahlung sind kleiner, und wenn es nur Zentimeter sind..."


Theorie 1: Die Nichtirdischen sind schuld. Sie haben irgendeine Lampe in ihren Ufos angelassen und wir müssen drunter leiden.

Theorie 2: Die Menschen sind selbst schuld. Nie sind sie einer Meinung, ständig gibt es Streit. Da geschieht ihnen so eine Katastrophe nur recht.

Theorie 3: Die Tiere sind schuld. Sie haben sich gegen uns Menschen verschworen, naja, sehr verläßlich waren diese Viecher ja noch nie!

Theorie 4: Niemand ist schuld. Warum muss auch immer jemand an irgend etwas schuld haben? Können wir etwas nicht einfach mal hinnehmen?


Ritchek war stolz auf seine theoretische Arbeit. Er steig aus seinem Kühlschrank, weil er gesehen hatte, dass das Gerät mal wieder abgetaut werden musste.

Johnny Ritchek in: "Kosmische Strahlung Teil A"


An einem sehr heissen Sommertag schien die Sonne stärker als sonst zu scheinen. Den Menschen gefiel das nicht, denn es wurde noch heisser. Noch heisser, als man ertragen konnte. Und manch einer nahm sich einen Kühlschrank mit zur Arbeit.

Johnny Ritchek ging nicht zur Arbeit. In seinem Kühlschrank sitzend erklärte er das so: "Ich kann heute nicht arbeiten. Es liegt an den kosmischen Strahlen, die bereiten mir Kopfweh."

Ein Blick aus dem Fenster verriet ihm jedoch, dass nicht nur er leidete: "Die Sonne ist mal wieder Schuld. Sie scheint heute stärker als sonst zu scheinen. Das wirkt sich nicht nur auf meinen Kopf aus, sondern auch auf die Temperaturen."

Ritchek wusste um die launischen Charakterzüge unseres Hauptgestirns, das uns so manchen sonnigen Tag beschert hatte - in der Vergangenheit. "Aber heute," mault Johnny Ritchek kopfschüttelnd, "heute macht das Wetter keinen Spaß."

12.02.2006

09.02.2006

Johnny Ritchek in: "Ornithologie"


Johnny Ritchek war eines Tages zu Besuch bei einer merkwürdigen Art von Lebewesen. Gefiederte fliegende Aliens, die auf Bäumen saßen und ihren Kindern Würmern zu essen gaben. "Außerdem hatten sie die Eigenart wunderschöne Musik von sich zu geben nur mit Hilfe ihrer Schnäbel!"

Auf allen seinen Expeditionen hatte Ritchek noch nichts derartiges entdeckt. Leider waren die Wesen sehr scheu. Je näher er mit seinem Antigrav-Pack mit integriertem Astro-Anzug kam, desto eher flüchteten sie und flogen einfach weg.

"Ich habe sie Vögel getauft. Weil sie mich so sehr an die Freiheit erinnern."

Am liebsten hätte Johnny Ritchek den einen oder anderen seiner neuen Freunde mitgenommen, bislang hatte er jedoch nichts entdeckt, womit er sie hätte transportieren können, was er dann Käfig genannt hätte. "Weil mich dieses Wort noch mehr an Freiheit erinnert."

Auszug aus dem Vorwort zu Johnny Ritcheks erstem Ornithologie-Lehrbuch für Lernbegierige:

..."Ich habe Vögel gesehen! Nicht mit meinen eigenen Augen (immer war die Scheibe meines Helms dazwischen) aber immerhin! Und Bäume! Und Wolken! Und Kieselsteine, die die Form von Kieselsteinen hatten! ...

08.02.2006

Eichhörnchenstory: "Der Besuch"

Heute stand das Eichhörnchen auf und suchte nach seinen eingegrabenen Nüßchen. Es fand ein Versteck im Boden und musste erst mal den Schnee und dann den Sand wegmachen. Es nahm sich drei Nüsse aus dem Loch. Heute sollte die Maus zum Kaffee vorbei kommen und das Eichhörnchen wusste, die Maus frisst ganz gerne mal mehr als eine Nuss.

Am Nachmittag kam dann die Maus zu Besuch. "Hallo Maus." sagte das Eichhörnchen. "Hallo Eichhörnchen." sagte die Maus. "Willst Du einen Kaffe und eine Nuss?" "Ja, gerne." Und so aßen und tranken sie.

Da erschien plötzlich ein Marder in der Tür. Das Eichhörnchen und die Maus erschraken sehr. Bestimmt wollte der Marder sie fressen.


"Du willst uns doch nicht fressen?" fragte das Eichhörnchen zitternd. "Doch, natürlich will ich Euch fressen. Ich habe Hunger!"
Da fing die Maus an zu schimpfen: "Du böser Marder! Hau ab, Du sollst uns nicht fressen!"
Der Marder bekam ein bißchen Angst. "Aber ich habe doch Hunger!?"
Das Eichhörnchen gab dem Marder die dritte Nuß mit und der Marder hatte wenigstens die, damit er nicht so Hunger haben musste. Der Marder ging ganz weit weg und das Eichhörnchen und die Maus konnten noch Kaffee trinken.

Als es dunkel wurde ging die Maus nach Hause und ins Bett.


Gute Nacht

02.02.2006

Johnny Ritchek in: "Die große Katastrophe Teil 2"

Nur ein paar Tage später registrierte Johnny Ritchek, dass er noch nicht gestorben war. "Und ich dachte, Gammastrahlung sei nicht zimperlich!"

Er stand auf und ging zu seinem Fenster und wunderte sich nicht schlecht: "Der ascheähnliche Niederschlag, der die Planetenoberfläche gänzlich bedeckt hatte ist weg. Stattdessen entdecke ich am Himmel einen Stern, der taghell scheint!"
Ritchek musste sich abwenden, denn das helle Licht blendete ihn.

"Die Katastrophe scheint sich gar nicht auf unsere Welt zu beschränken. Tatsächlich muss sie kosmische Ausmaße erreicht haben." Und fieberhaft überlegte er. "Welche Nukelarwaffen können so verherend sein, dass ein neuer Stern entsteht - und das zufällig direkt vor unserer Haustür?" (beim Ausdruck Haustür lächelt er verschmitzt, dieses Wort würden er und seine Astronomiker-Kollegen stets verwenden, wenn etwas in unserem Sonnensystem geschehe. Der Witz an dieser Formulierung sei der, dass es sich hierbei immernoch um sehr große Distanzen handeln würde)

Noch eine Weile betrachtete Johnny Ritchek die beleuchtete Landschaft, zog sich eine Sonnenbrille auf und beschloß, einen kleinen Spaziergang zu machen. "Nicht ohne meine Sonnenmilch," hebt er warnend den Zeigefinger. "Wer weiss, was die UV-Strahlung alles anzurichten vermag."

Johnny Ritchek in: "Die große Katastrophe Teil 1"


Als Johnny Ritchek diesen Morgen aufwachte war ihm sofort klar, dass über Nacht etwas schlimmes geschehen war. "Die große Katastrophe - nun kam sie also doch."

Der Blick aus seinem Fenster zeigte eine Landschaft, die vollkommen von einer weissen Masse überzogen war, soweit sein Auge reichte.

"Es muss sich hierbei um eine gräßliche termo-nukelare Katastrophe handeln." wusste er es zu erklären. "Man erkennt das an dem ascheähnlichen Niederschlag, der sich in den letzten Stunden auf die Planetenoberfläche gelegt hat."

Traurig sah sich Ritchek um. Die Kälte des Anblicks ließ ihn frösteln. "Niemand hat das überlebt. Was klar war, in Anbetracht der unglaublich mörderischen Waffenarsenale, die die Atommächte für solche Fälle bereit hielten."

Ein paar Kinder bauten unter seinem Fenster lachend einen Schneemann. "Erste Mutationen." Johnny Ritchek kannte sich da aus. "Besonders die Karottennase zeugt von Vitaminmangel nach der Katastrophe." Auch unserem Helden begann es nun schlecht zu gehen. Also legte er sich wieder in sein Bett und wartete in Einsamkeit auf sein langsames Ende.