31.10.2006

Marder, Maus und Bär (1. Staffel, Folge 05)


Die Maus ist bei sich zuhause und will sich gerade einen Kakao machen, als sie ein merkwürdiges Geräusch hört. Sie horcht. Es kommt doch aus dem Keller!
Gespannt macht sie die Kellertür auf und geht langsam immer noch horchend die Kellertreppe hinunter. Im Keller steht ein Schrank, vor dem die Maus jetzt stehenbleibt. Das merkwürdige Geräusch kommt aus dem Schrank! Da scheint jemand drin zu sein. Die Maus bekommt Angst, macht aber trotzdem die Schranktür auf.

Drin ist der Marder, der Hunger hat und die Maus auch gleich fressen will. Doch die fängt an zu schimpfen: "Was soll das Marder? Das hier ist mein Haus! Du hast hier ohne meine Erlaubnis nichts zu suchen!"

Der Marder erschrickt, weil die Maus ihn so anschreit. Und anschließend schmeißt sie ihn noch aus dem Haus raus. So muss der Marder hungrig zu sich nach Haus gehen.

Gute Nacht!

Marder, Maus und Bär (1. Staffel, Folge 04)

Während der Marder mit der Feuerwehr telefoniert macht sich die Maus an der Tür vom abgestürzten Flugzeug zu schaffen. Irgendwie muss sie doch die armen Leute befreien! Das Flugzeug brennt immer mehr.
Sie holt sich einen Stein und haut damit auf en Türgriff. Da geht die Tür endlich auf und die ängstlichen Fahrgäste steigen schnell aus der Maschine. "Danke, Maus, dass Du uns da raus geholt hast!

Da ertönt das Tütata der Feuerwehr, die zusammen mit dem Marder kommt. Die Feuerwehrmänner fangen auch gleich an, das Feuer zu löschen.
Als es gelöscht ist denkt sich der Marder, dass er ja nun die Maus fressen könnte. Aber die ist schon schnell nach Hause gefahren und der Marder muss weiter hungrig bleiben.

Gute Nacht.

Marder, Maus und Bär (1. Staffel, Folge 03)

Ein wolkenloser Himmel, Sonnenschein und die schnelle Maus auf ihrem Motorrad. Der Fahrtwind weht um ihre Schnauze. Das macht Spaß!

Brummmmmmmmmmmm!

"O nein!" ruft die Maus, als sie mal wieder im Rückspiegel den hungrigen Marder entdeckt. "Der schon wieder!"

Also gibt sie noch mehr Gas.

Brummmmmmmmmmmmmm!

"Die Maus denkt, sie kann mir entkommen!" lacht der Marder und gibt seinerseits mehr Gas.

Brummmmmmmmmmmmmm!

Als die Maus das bemerkt fährt auch sie schneller.

Brummmmmmmmmmmmmmmmmmm!

Kein Problem für den Marder, er kann auch schneller.

Brummmmmmmmmmmmmmmmmmm!

Da hören beide ein ganz lautes Geräusch aus dem Himmel. Beide bremsen ihre Motorräder und gucken nach.
Ein Flugzeug brennt und will auf der Straße notlanden. Erschrocken bringen sich Maus und Marder am Straßenrand in Sicherheit, als das Flugzeug unter lautem Getöse auf der Straße notlandet.
Vorsichtig geht die Maus auf das brennende Flugzeug zu.
"He! Maus!" ruft der Marder. "Geh nicht zu nah ran. Wegen dem Feuer."
Aber die Maus achtet nicht auf den Marder. Immerhin müssen ja Leute in dem Flugzeug sein, die müssen gerettet werden! Sie wartet darauf, dass die Tür vom Flugzeug aufgeht und die Leute herauskommen, aber nichts geschieht.
Die Maus sagt zum Marder: "Die Leute brauchen Hilfe! Ich werde versuchen, die Tür aufzumachen. Du musst gleich losfahren und vom nächsten Telefon die Feuerwehr anrufen!"

Gesagt getan. Der Marder fährt los.

Brummmmmmmmmmmmmmm!

An einer Telefonzelle hält er an und ruft die Feuerwehr an.
Ein Feuerwehrmann meldet sich: "Feuerwehr!?"
Marder: "Hier ist der Marder. Eben ist ein Flugzeug abgestürzt! Es brennt!"
Feuerwehrmann: "Ach so. Interessant."
Marder: "Sie müssen kommen!"
Feuerwehrmann: "Wieso?"
Marder: "Sie sind doch die Feuerwehr."
Feuerwehrmann: "Ja. Und?"
Marder: "Sie müssen das Feuer löschen!"
Feuerwehrmann: "Achso! Das kann sein! Weil wir doch die Feuerwehr sind!"
Marder: "Ja! Genau!"
Feuerwehrmann: "Wir von der Feuerwehr können am besten Feuer löschen!"
Marder: "Ja!"
Feuerwehrmann: "Gut wir kommen. Sollen wir einen Schlauch mitbringen?"
Marder: "Ja, natürlich!"
Feuerwehrmann: "Und brauchen wir noch eine Leiter?"
Marder: "Aber die Feuerwehr braucht doch immer eine Leiter!"
Feuerwehrmann: "Stimmt. Wir bringen also einen Schlauch und eine Leiter mit. Noch etwas?"
Marder: "Kommen Sie bitte schnell! Das Flugzeug brennt!"
Feuerwehrmann: "Ja natürlich. Sollen wir auch Wasser mitbringen?"
Marder: "Sie stellen sich aber dumm an."
Feuerwehrmann: "Stimmt. Aber brauchen wir auch Wasser?"
Marder: "Jaaaa!"
Feuerwehrmann: "Also auch Wasser. Und einen Schlauch? Brauchen wir einen Schlauch?"

Marder, Maus und Bär (1. Staffel, Folge 02)

Heute fährt die Maus wieder bei schönem Wetter auf ihrem Motorrad.

brummmmmmmm!

Da entdeckt sie wieder den Marder auf seinem Motorrad. Er holt schnell auf.

Also gibt die Maus Gas.

brummmmmmmmmmm!

Auch der Marder gibt mehr Gas.

brummmmmmmmmmm!

Die Maus sieht, wie der Marder immer näher kommt und fährt noch schneller.

brummmmmmmmmmmmmmm!

"Was soll denn das? Die Maus will scheinbar nicht gefressen werden!" Und so gibt der Marder ncoh mehr Gas.

brummmmmmmmmmmmmmm!

Die Maus hat wieder eine tolle Idee. Sie fährt eine andere Straße entlang, auf der eine Baustelle ist und hält beim Bagger an. Im Bagger sitzt das Eichhörnchen und baggert ein tiefes Loch. Die Maus fragt das Eichhörnchen, ob sie auch mal im Bagger fahren darf. Ja.

Da kommt der Marder an und sieht nur das Eichhörnchen, das vor dem Bagger steht. Als er die Maus nicht sieht fährt er schnell weiter.

Die Maus bedankt sich bei dem Eichhörnchen und kann sicher nach Hause fahren.

Gute Nacht.

Marder, Maus und Bär (1. Staffel, Folge 01)

Als mein Sohn eines Abends keine Ruhe gibt, immer wieder aus seinem Zimmer kommt und partout nicht schlafen will bringe ich ihn zur Ruhe, indem ich spontan folgende Geschicht erzähle, die von da an abendliches Insbettbring-Ritual wird.



Eine kleine Maus sitzt auf ihrem Motorrad und fährt möglichst schnell durch die Gegend:


Brummmmmm !

Die Sonne scheint und das Motorradfahren macht großen Spaß. Da sieht die Maus in ihrem Rückspiegel ein anderes Motorrad hinter sich. Es kommt immer näher.

Es ist der Marder und er will die Maus fressen.

Also muss die Maus schneller fahren und gibt Gas.

Brummmmmmmmmm!

Der Marder denkt sich: "He! Die Maus fährt ja schneller, da muss ich auch schneller fahren!"

Brummmmmmmmmm!

Die Maus, sieht, dass der Marder auch schneller geworden ist, also gibt sie noch mehr Gas.

Brummmmmmmmmmmmmmm!

Auch der Marder gibt nun mehr Gas, er will ja schließlich die Maus kriegen, weil er sie fressen will.

Brummmmmmmmmmmmmmm!

"Oje!" denkt sich die Maus. "Was soll ich denn nun machen? Der Marder kommt immer näher und noch schneller gahren kann ich nicht."

Da hat die Maus eine Idee. Sie bremst schnell und fährt von der Straße auf einen Feldweg und versteckt sich und ihr Motorrad unter einer Brücke.

Der Marder hat das nicht gesehen und fährt mit seinem Motorrad die Straße weiter. Irgendwann bemerkt er, dass er die Maus nicht mehr sehen kann. Er hat ihre Spur verloren und muß nach Hause fahren, ohne die Maus zu fressen.

Die Maus fährt auch glücklich nach Hause.

Gute Nacht.

29.10.2006

17.10.2006

Wiedergefundene Serie (1998) Erläuterung



Die achtundsiebzigteilige literarische Minniaturen-Serie enstand tatsächlich nach 1998. Das handschriftlich auf Schmierpapier verfasste und gebunde Kurzwerk trägt lediglich aufgrund der Datierung des Schmierpapiers seinen Namen. Kurz nach der Niederschrift verscholl das entstandene unikate Heft im Bücherregal und tauchte erst kürlich nach meinem Umzug wieder auf.

Die Handlungen sind frei erfunden.

Die Bilder wurden aktuell im Internet aufgestöbert und in Bezug zur Serie gesetzt, was einen weiteren Aspekt des Kunstwerks ausmacht.


Wiedergefundene Serie (1998) Teil 78

Ein Igel blieb beim Rasen auf der Autobahn im Reifen eines PKWs stecken. Versicherungsnummern wurden ausgetauscht aber kein böses Wort fiel.


Wiedergefundene Serie (1998) Teil 77


Traurig sah der Faulpelz zum Fenster hinaus. Seit Tagen sprach er kein Wort, niemand hatte mal angerufen. Ach, wie bitter die Einsamkeit sein konnte.
Ein paar Ratten schienen auf der Strasse Fangen zu spielen. Der Faulpelz kümmerte sich nicht darum.
Es klingelte an seiner Tür: Ein Handwerker kam unaufgefordert, um das defekte Telefonkabel zu reparieren.
Er sei die erste Seele seit Tagen, freute sich der Faulpelz. Das sei er immer, antwortete der Handwerker, einer müsse für so etwas ja da sein.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 76

Ein Donnerwetter hatte keine Lust mehr, laut und nass zu sein. Doch so sehr es sich bemühte, alle hassten es.
Nur ein Regenschirm hatte Mitleid und wünschte sich, es würde bald wieder donnern.


Wiedergefundene Serie (1998) Teil 75


Da sein LKW-Fahrer diese Nacht in einem Motel verbrachte stand ein LKW einsam auf einem Parkplatz. Mit den herum stehenden Fahrzeugen wollte er keine Gespräche führen. Das waren alles Kleinlaster und doch zu nichts zu gebrauchen.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 74


Der König wies seinen Diener an, ihm ein neues Kleid zu bringen. Der Diener, der neu zu Hofe war stutzte und versuchte, sich seine Majestät in einem Kleid vorzustellen.
„Du Idiot!“ polterte der König los. „Das ist doch nur meine geschwollene Ausdrucksweise!“ Und der Diener verstand und konnte seine Befehle ausführen.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 73


Eine berühmte Ente im Matrosenanzug kettete sich fest, um der Naturgewalt zu trotzen. Doch das Wetter verhielt sich ruhig und nach einiger Zeit begann sich die Ente zu langweilen. Weg konnte sie nicht, weil sie die Schlüssel weit weg geworfen hatte.
Bei gutem Wetter konnte sie in großer Entfernung einen Zwerg sehen, der ein ähnliches Schicksal hatte; soweit konnten sie sich mit Zeichensprache verständigen.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 72

Ein Einbrecher hatte keine besonders große Mühe damit, seine beiden inhaftierten Kumpanen zu befreien.
Er errechnete einfach die Chance, zwei gute Freunde aus dem bestbewachtesten Gefängnis zu befreien und führte genauso viele Scheinversuche durch wie es unwahrscheinlich war plus einen, der dann sehr wahrscheinlich gelingen musste.


Wiedergefundene Serie (1998) Teil 71


Der Trick mit dem Versteck im Traktor hatte bestens geklappt. Nun waren die Ratten in der großen Stadt.
Hier gab es Nahrung im Überfluss und Ratten wären nicht Ratten, würden sie sich nicht in diesem neuen Revier eine gewisse Vormachtstellung erkämpfen.

Doch sie hatte nicht mit den Stadtratten gerechnet. Die wussten geschickt jegliche Art von Gruppierung sofort zu unterbinden und stellten die Neulinge vom Land vor die Entscheidung, sich ihnen entweder anzuschließen beim großen Plan, die Gesamtherrschaft über die Stadt und die Menschen an sich zu reißen; oder einen qualvollen Tod unter einer Planierraupe zu sterben. Und sie meinten keine gewöhnlichen Planierraupen sondern die übergroßen aus dem Innenstadtbereich.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 70


Ein paar Teile einer zerbrochenen Nudel fanden sich auf dem Küchenboden wieder. Sie wussten nicht, was sie dort wollten oder wo sie herkamen.
Zuerst kam ein Hund, der schnupperte.
Dann kam ein Kind und zertrat die Nudelteile und es wurden mehr und sie wussten noch weniger, wer oder was sie waren.

So lagen sie einfach nur herum, bis der mächtige Staubsauger sie einfach verschlang.

16.10.2006

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 69


Ein Drache hielt einmal eine Meerjungfrauprinzessin gefangen. Diese jedoch beharrte darauf, nur ein Nixenflittchen zu sein, also gar nicht die, für die der Drache sie hielt.
„So ein Quatsch!“ schimpfte der Lindwurm. „Wenn Du keine Prinzessin der Meere wärest hättest Du keine Krone auf!“

Die Nixe errötete. Hatte sie doch die verdammte Krone vergessen abzunehmen. So ein Missgeschick würde ihr nie wieder passieren. „Ich werde Dich fressen.“ Sagte der Drache.

Plötzlich vernahmen sie Geräusche. Metallisches Quietschen und Scheppern, welches sich durch die Drachenhöhle kämpfte. Da erschien um die Ecke der Ritter in seiner Straßenrüstung und zog auf einem Wagen einen neue riesengroße Torte, die so hoch war, dass ihre Spitze an der sich verjüngenden Höhlendecke abstieß und eine lange Sahnespur zurückließ.

Nervös korrigierte sich der Drache, dass er das mit dem Fressen nur sinnbildlich gemeint hatte, aber die Nixe hatte nur Interesse für das herrliche Gebäck.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 68

Der junge Mann schrieb einen weiteren Liebesbrief.
Nicht an seinem Schreibtisch oder in der Küche, sondern in einem Geheimraum unter seiner Wohnung, zu dem eine Falltür führte.


Wiedergefundene Serie (1998) Teil 67


Ein Schuster hatte eine bahnbrechende Idee. Er nagelte alle Sohlen verkehrt herum auf die Schuhe. Das war der Kassenschlager!

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 66


Auf einer großen Kreuzung im Innenstadtbereich gab es ein Verkehrskollaps und der freundliche Polizist musste eingreifen.

Ein Bauer hielt seinen Traktor einfach an und redete auf der Kühlerhaube stehend auf die Menschen ein; jeder stehe jedem im Wege!

Der Polizist wusste zwar keine Argumente dafür oder dagegen, konnte den Landwirt aber dazu überreden, das Thema auf dem Revier in aller Ruhe zu diskutieren.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 65



Die Verdächtigten unterschrieben einen Antrag auf Aufklärung, was denn nun mit dem Verdacht sei, der auf sie gefallen sei.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 64


Irgendwann musste es ja passieren: Der Fassadenkletterer verunglückte.
Er rutschte im Treppenhaus auf den Stufen aus und verstauchte sich beide Fußknöchel.


05.10.2006

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 63

Als das Ultimatum abgelaufen war, waren Katz’ und Maus auf einer weiteren Verfolgungsjagd.
Doch nun reichte es der Maus. Die Katze war zwar auch nur ein Tier, aber penetrant und unberechenbar.
Die Maus trat der Katze ordentlich in den Hintern und brüllte ihr nach, sie solle sich nie wieder blicken lassen bei dem Unheil, das sie angerichtet habe.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 62

Am Tage der Scheidung kam der Direktor ins Klassenzimmer und befreite den Herrn Lehrer. Die Schüler waren schon längst in den Ferien und der Lehrer war froh nun auch wieder an den Weiher, um zu angeln.

Wiedergefundene Serie (1998) Teil 61


Das mit dem Aneinanderknoten war doch keine so gute Idee, denn solange Spaghettis nicht gekocht sind lassen sie sich nicht verbiegen und brechen durch.